Auf ABIVAX ruht die Hoffnung von Millionen

Manchmal lässt sich das Prinzip Hoffnung an einem einzigen Aktienchart ablesen. So wie im Fall von Abivax. Das französische Biotechunternehmen ist mit gerade einmal 25 Mitarbeitern winzig klein. Doch die Hoffnungen an der Börse sind seit dieser Woche gewaltig: über 150 Prozent hat die Biotechnologieaktie, die an der Pariser Euronext gelistet ist, in den vergangenen 48 Stunden zeitweise zugelegt.

Das Papier notierte in der Spitze bei 25 Euro und damit erstmals seit dem Börsengang vor zwei Jahren sogar über dem damaligen Ausgabekurs von 21 Euro. Denn Abivax könnte womöglich den Schlüssel dafür gefunden haben, dass die Infektionskrankheit Aids eines Tages dauerhaft zurückgedrängt werden kann. „Funktionale Heilung“ nennen das die Mediziner. Und meinen damit, dass das Virus im Körper der Betroffenen zwar weiterhin vorhanden ist, aber durch die eingesetzten Medikamente dauerhaft in Schach gehalten wird.

Antivirale Arzneien dieser Art gibt es schon einige. Der Wirkstoff aus den Laboren von Abivax ist allerdings womöglich der erste, der die Anzahl der Viren im Blut offenbar nicht nur nennenswert senkt, sondern auch die sogenannte Mutationsrate drückt. Denn das HI-Virus ist ein tückischer Gegner: es dockt an bestimmte Zellen des Immunsystems an und schleust dort seine Erbinformationen ein, so dass anschließend diese Zellen neue Viren produzieren.

Verschiedene Arzneien mit erheblichen Nebenwirkungen

Gleichzeitig ändert sich das Virus derart schnell, dass ein Mittel allein bisher nicht ausreicht, um die Zahl der Viren im Blut auf Dauer klein zu halten. Zieht sich das Virus während der Therapie in bestimmte Zellen des Körpers zurück – dazu zählen etwa das Blut, aber auch der Darm und Teile des Gehirns – ist es für die Körperabwehr bisher unmöglich, den Gegner aufzuspüren. Auf diese Weise kann das Virus jahrelang ausharren – und sich nach Absetzen der Therapie sofort wieder rasant vermehren.
 
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