ABIVAX erhält € 8,4 Millionen aus dem Bpifrance ‚Programme d’Investissement d’avenir‘ (PIA) für die Entwicklung innovativer antiviraler Wirkstoffe

Paris, 9. Januar 2017 – ABIVAX (Euronext Paris: FR0012333284 - ABVX), ein innovatives Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Stimulation des Immunsystems zur vollständigen Beseitigung viraler Erkrankungen spezialisiert hat, gab heute bekannt, dass es einen finanziellen Zuschuss in Höhe von EUR 8,4 Mio. aus dem ausgeschriebenen Förderprogramm “Projets de R&D Structurants Pour la Compétitivité” (PSPC) erhalten wird. Die Förderung aus diesem Programm, das vom ‚Commissariat Général de l’Investissement‘ geleitet und von Bpifrance administrativ betreut wird, wird ABIVAXs antivirale Plattform durch eine schnellere Identifizierung und Optimierung neuer antiviraler Medikamente stärken.

„Wir freuen uns sehr, ABIVAX hinsichtlich ihrer weltweit führenden innovativen Technologie zu unterstützen“, sagte Jeremy Berthuin, Head of Healthcare Sector bei Bpifrance. „Mit dieser Förderung beabsichtigen wir, die Entwicklung und die Markteinführung neuartiger antiviraler Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf zu beschleunigen.

„Wir sind begeistert, dass wir durch die Zusammenarbeit mit CNRS und mithilfe der finanziellen Unterstützung durch Bpifrances ‚Programme d’Investissement d’avenir‘, in der Lage sein werden, unsere antivirale Plattform weiter auszubauen“, sagte Prof. Dr. med. Hartmut Ehrlich, Chief Executive Officer von ABIVAX. „Die gute antivirale Wirksamkeit, die unser Anti-HIV-Wirkstoffkandidat ABX464 bereits in einer klinischen Phase-IIa-Studie an HIV-Patienten gezeigt hat und die Tatsache, dass wir darüber hinaus weitere neuartige Wirkstoffe aus unserer unternehmenseigenen Bibliothek chemischer Substanzen identifizieren konnten, die selektiv zusätzliche Viren, darunter Chikungunya, hemmen, waren schlagkräftige Argumente, um die Entscheidungsträger von der Stärke unserer innovativen Technologieplattform zu überzeugen. Wir danken Bpifrance für ihre kontinuierliche Unterstützung unserer Technologieplattform, die mit dem CaReNa-Programm begonnen hat und uns nun zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellt, um das Potential dieser Plattform weiter auszuschöpfen.

Im Rahmen dieses neuen Programms wird ABIVAX ein Konsortium leiten, zu dem auch die französische Forschungsorganisation CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) und qualifizierte CROs (Contract Research Organzations, Auftragsforschungsorganisationen) gehören. Für das Projekt wurde ein Gesamtbudget von EUR 18,8 Mio. über einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigt. Die Gesamtförderung, die von Bpifrance zur Verfügung gestellt wird, beläuft sich auf EUR 10,3 Mio., von denen ABIVAX EUR 8,4 Mio. in Form einer Mischung aus Darlehen und Zuschüssen und CNRS EUR 1,9 Mio. erhalten wird.

Die Förderung ermöglicht ABIVAX ihre antivirale Plattform zur Identifikation neuer Wirkstoffe, weiter zu optimieren und den Durchsatz zu erhöhen. Die Plattform basiert auf Technologien, die zusammen mit dem CNRS (Montpellier, Frankreich) und dem Curie-Institut (Orsay, Frankreich) entwickelt wurden und hat bereits eine zielgerichtete Bibliothek von über 1.000 niedermolekularen Wirkstoffen hervorgebracht. Diese Substanzen wurden aufgrund ihrer Fähigkeit ausgewählt, die Virusreplikation durch eine Modulation des RNA-Proteinkomplexes (RNP) zu blockieren. Dieser innovative Ansatz kann zur Behandlung einer großen Bandbreite von lebensbedrohlichen Virusinfektionen angewendet werden, einschließlich Dengue-, Influenza (Grippe)- und Respiratorische-Synzytial-Viren (RSV).

Die Plattform wurde bereits durch ABX464 validiert, einem Medikament zur potentiellen funktionellen Heilung von HIV, das sich zurzeit in klinischen Studien der Phase-II befindet. Darüber hinaus hat die Plattform bereits weitere Wirkstoffe hervorgebracht, die die Replikation weiterer Viren hemmen. Darunter ist mit ABX311 ein Wirkstoffkandidat, der sich derzeit in präklinischen Tests zur Behandlung von Chikungunya befindet.
Bpifrance ist der geschäftsführende Betreiber von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die die Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen des Programms ‚Programme d’Investissement d’avenir‘ unter der Leitung der ‚Commissariat Général de l’Investissement‘ strukturieren. Ziel dieser Projekte ist es, Branchen zu gestalten und zu organisieren oder neue zu generieren und die Position französischer Unternehmen in Schlüsselmärkten durch die Bereitstellung von Mitteln für ehrgeizige Programme zu stärken. Allgemeiner geht es darum, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Netzwerks aus Unternehmen zu steigern, indem nachhaltige Kooperationen zwischen Herstellern, Dienstleistungsunternehmen und Forschungseinrichtungen aufgebaut oder konsolidiert werden.

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