ABIVAX erweitert Portfolio antiviraler Wirkstoffe mit Substanzen gegen Zika-Virus

Neue in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Daten unterstützen ABIVAXs Ansatz zum Einsatz niedermolekularer Substanzen in der Entwicklung antiviraler Medikamente

Paris, 11. April 2017, 18:00 Uhr MEZ – ABIVAX (Euronext Paris: FR0012333284 - ABVX), ein innovatives Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Stimulation des Immunsystems zur vollständigen Beseitigung viraler Erkrankungen spezialisiert hat, gab heute die Erweiterung ihres Portfolios antiviraler Wirkstoffkandidaten mit einem Programm zur Behandlung von Zika-Virusinfektionen bekannt. In einem ersten Screening konnte das Unternehmen aus seiner Bibliothek von über 1.000 antiviralen Molekülen mehrere niedermolekulare Substanzen mit einer Aktivität gegen das Zika-Virus identifizieren. Die identifizierten Kandidaten werden nun daraufhin untersucht, ob sie die Fähigkeit besitzen, die durch das Zika-Virus induzierte Zerstörung der neuronalen Stammzellen zu verhindern. Diese Schädigung wurde als Ursache für die Mikrozephalie und das Guillain-Barré Syndrom beschrieben, die bei Patienten mit einer Zika-Virusinfektion beobachtet wurden.

ABIVAXs Ansatz, niedermolekulare Substanzen zur Entwicklung neuer antiviraler Wirkstoffe gegen Flaviviren (wie zum Beispiel Dengue und Zika) einzusetzen, wurde von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, welche am 30. März 2017 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurden, unterstützt. In dem Artikel mit dem Titel ‘Die Verstärkung der Zika-Virus Pathogenese durch eine bereits existierende Immunität gegen Flaviviren’ („Enhancement of Zika virus pathogenesis by preexisting antiflavivirus immunity“, Bardina et al) beschreiben die Autoren eine Antikörper-vermittelte Verstärkung („Antibody-Dependent Enhancement“, ADE) der Zika-Virusinfektion, die durch die Interaktion eines gegen Dengue oder West-Nil-Virus gerichteten spezifischen IgG mit dem Fcy-Rezeptor vermittelt wurde. Bei Zika-Virus-anfälligen Mäusen führte die Gabe des Plasmas von Personen, die zuvor mit Dengue- oder West-Nil-Virus infiziert waren, zu einer Erhöhung der Morbidität (einschließlich Fieber, Virämie sowie Viren in Rückenmark und Hoden) und der Mortalität. Auf Grundlage dieser Daten kommen die Autoren der Studie zu dem Schluss, dass Flavivirus-Impfstoffe (wie zum Beispiel Dengue, West-Nil oder Zika) das Risiko eines krankheitsverstärkenden Effekts mit sich bringen könnten und daher mit großer Vorsicht zu entwickeln sind.

„Diese Daten untermauern unseren Ansatz, neue antivirale Therapien für diese Arten von Viren auf der Basis niedermolekularer Moleküle zu entwickeln. Eine Antikörper-abhängige Verstärkung der Erkrankung, die in der Regel mit einem schwereren klinischen Verlauf der Krankheit einhergeht, ist ein Phänomen, das bei Flaviviren beobachtet wird. Basierend auf den kürzlich identifizierten Wirkstoffkandidaten aus unserer antiviralen Plattform glauben wir, mit unserem neuen Programm die Möglichkeit zu haben, Medikamente für die Behandlung von Zika- und Dengue-Virusinfektionen entwickeln zu können, welche das mögliche Risiko einer mit Impfstoffen verbundenen ADE vermeiden helfen", sagte Prof. Dr. med. Hartmut J. Ehrlich, CEO von ABIBAX.

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