ABIVAX präsentiert Daten zum Wirkmechanismus von ABX464 auf der 22. Internationalen AIDS Konferenz (AIDS 2018)

  • Neuste Erkenntnisse belegen den Wirkmechanismus von ABX464 bei HIV und entzündlichen Erkrankungen
  • Die Bindung von ABX464 an den Cap-Binding-Komplex (CBC) verstärkt das Spleißen von viraler und nicht-translatierter humaner RNA und vermittelt so die antivirale und entzündungshemmende Wirkung
  • ABX464 hat keine negative Wirkung auf das Spleißen zellulärer Gene

PARIS, 26. Juli 2018, 8:00 Uhr MESZ - ABIVAX (Euronext Paris: FR0012333284 - ABVX), ein Biotechnologie-Unternehmen, welches das Immunsystem nutzt, um eine funktionelle Heilung für HIV sowie Behandlungen für entzündliche/autoimmune Erkrankungen und Krebs zu entwickeln, präsentierte am Dienstag, dem 24. Juli, im Rahmen der „Late-Breaker-Session“ auf der 22. IAS Conference (AIDS2018) in Amsterdam, Niederlande neue Daten, die den Wirkmechanismus von ABX464 charakterisieren. ABIVAXs Lead-Kandidat ABX464 befindet sich derzeit in Phase 2 der klinischen Entwicklung.

„Unsere neuesten Ergebnisse erklären, warum die Bindung von ABX464 an CBC sowohl antivirale als auch eine entzündungshemmende Eigenschaften triggert“, sagte Prof. Dr. Hartmut Ehrlich, M.D., Chief Executive Officer von ABIVAX. „Die Induktion der entzündungshemmenden miR124-Expression durch ABX464 ist eine neue und möglicherweise wichtiger therapeutischer Wirkmechanismus. Führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet haben in der Forschung die verstärkte Expression von miR124 als ein vielversprechendes therapeutisches Ziel identifiziert, mit dem Potenzial zur Behandlung einer Reihe von Erkrankungen, bei denen Entzündungen eine Rolle spielen. Die von ABIVAX präsentierten Daten unterstützen den wissenschaftlichen Ansatz unserer laufenden Phase-2a-Proof-of-Concept-Studie mit ABX464 zur Behandlung von Patienten mit Colitis ulcerosa. Darüber hinaus stützt das Vorhandensein neuer RNA-Spezies in peripheren mononukleären Blutzellen („peripheral blood mononuclear cells", PBMCs), die mit dem HI-Virus infiziert und mit ABX464 behandelt wurden, unsere Hypothese, dass die in früheren klinischen Studien mit ABX464 beobachtete Verringerung des HIV-Reservoirs mit einer Immunreaktion gegen putative Peptide in Verbindung stehen könnte.“

Die Posterpräsentation mit dem Titel „Durch Bindung an den CBC 80/20-Komplex erhöht ABX464 das Spleißen von Prä-mRNA, was zur Bildung von neuen HIV-abgeleiteten RNA-Spezies sowie zu einer erhöhten Expression der entzündungshemmenden MikroRNA miR124 führt" (Originaltitel: „ABX464, by binding the CBC 80/20 complex, enhances pre-mRNA splicing, resulting in the generation of novel HIV-derived RNA species and in increased expression of the anti-inflammatory miR124") fokussiert auf den Wirkmechanismus von ABX464 in HIV sowie auch in chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).

Die in der Posterpräsentation von Prof. Dr. Jamal Tazi, Direktor der französischen Forschungsorganisation CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) in Montpellier, Frankreich, sowie Mitglied des Executive Committees und des wissenschaftlichen Beirats von ABIVAX, vorgestellten Daten zeigen, dass ABX464 durch Bindung an den Cap-Binding-Komplex das Spleißen von zwei Arten von RNA verstärkt: 1) ein Abschnitt der viralen RNA, den der HI-Virus in nicht-gespleißter Form benötigt, um sich replizieren zu können, sodass die Vermehrung des Virus verhindert wird, und 2) ein langes, nicht-kodierendes humanes RNA-Molekül, das durch das Spleißen zu einer erhöhten Expression von miR124 führt, einer kurzen microRNA mit starken entzündungshemmenden Eigenschaften. Hervorzuheben ist hierbei vor allem, dass ABX464 die Rate des Spleißens von zellulären Genen nicht beeinflusst - eine Schlüsselvoraussetzung für ein sicheres und gut verträgliches Medikament. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass ein erhöhtes Spleißen zur Erzeugung neuer viraler RNA-Spezies führt, die eine Erkennung von HIV-infizierten Zellen durch das Immunsystem triggern könnten.

Vor allem Daten, die mit der Methode des "deep sequencing" generiert wurden zeigen, dass das verstärkte Spleißen eine neue Form von gespleißter viraler RNA generiert, die möglicherweise eine Immunerkennung von HIV-infizierten Zellen in den HIV-Reservoiren induziert. Die Daten zeigen ebenfalls, dass ABX464 zu einer verstärkten Expression und zum Spleißen einer einzigen langen, nicht kodierenden menschlichen RNA führt, ein Prozess, der zur Bildung von entzündungshemmender miR124 sowohl ex vivo als auch in HIV Patienten führt. Unter Berücksichtigung der zentralen Rolle, die die verstärkte Bildung von miR124 in Entzündungsprozessen spielt, und der Fähigkeit von ABX464, sowohl neue virale RNA als auch miR124 durch verstärktes Spleißen zu produzieren, verdeutlichen diese Ergebnisse, dass die Bindung von ABX464 an CBC ein anwendungssicherer Ansatz sein könnte, um sowohl eine funktionelle Heilung für HIV-Patienten als auch eine wirksame Therpie für entzündliche Erkrankungen zu erreichen.

 

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