Übersicht

Abivax' entwickelt modernste, innovative Technologien mit dem Ziel, neue Therapiemöglichkeiten zu schaffen, die das natürliche körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Krankheiten mobilisieren. Unsere unternehmenseigene, chemische Bibliothek niedermolekularer Substanzen wird von unserem F&E-Team kontinuierlich analysiert, um Wirkstoffe zu identifizieren, welche für diesen Therapieansatz optimal geeignet sind.

Abivax konzentriert sich auf die Entwicklung von Therapien zur wirksamen Behandlung von entzündlichen und viralen Erkrankungen sowie Krebs.

Abivax' klinische Entwicklungspipeline umfasst zwei Programme mit ABX464 zur Behandlung von Colitis ulcerosa und rheumatoider Arthritis. Eine weitere Studie zur Behandlung von Morbus Crohn ist ebenfalls geplant. Zudem befindet sich ABX196 zur Behandlung von Leberkrebs („Hepatocellular Cancer“ - HCC) in der klinischen Testphase.

ABX464 zur Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und weiteren entzündlichen Erkrankungen

Abivax hat ABX464 aus seiner chemischen Bibliothek mit über 2.200 niedermolekularen Substanzen, die das Potential haben, den Prozess des RNA-Spleißens zu modulieren, entwickelt. Das Spleißen der viralen RNA durch ABX464 vermittelt eine starke entzündungshemmende Wirkung.

Abivax nutzt die entzündungshemmenden Eigenschaften von ABX464 in der klinischen Entwicklung. Der besondere Wirkmechanismus von ABX464 war ausschlaggebend für den Start klinischer Studien, um das Potential dieses Produktkandidaten bei der Behandlung von Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und anderen entzündlichen Erkrankungen zu testen.

Wie wirkt ABX464 bei Entzündungen:

Die entzündungshemmende Wirkung von ABX464 wird durch eine molekulare Kaskade, die durch die Bindung von ABX464 an eine bestimmte Region der mRNA oder an ein virales RNA-Molekül in den Zellen, den sogenannten Cap-Binding-Komplex (Cap-Binding-Complex, CBC) hervorgerufen. Diese Bindung verursacht das verstärkte Spleißen eines langen, nicht-kodierenden RNA-Moleküls, was zur Überexpression einer speziellen Form von Mikro-RNA, miR-124, führt. miR-124 löst eine Kaskade aufeinanderfolgender Reaktionen aus, von der angenommen wird, dass sie den in präklinischen Modellen beobachteten entzündungshemmenden Effekt bewirkt.

ABX464 Wirkmechanismus in Colitis ulcerosa

CED - Eine chronische Erkrankung ohne Heilung:

Unter dem Begriff „Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen“ (CED) werden im Wesentlichen Erkrankungen zusammengefasst, die durch eine chronische Entzündung des Verdauungstraktes gekennzeichnet sind. Die beiden Haupttypen von CED sind Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Während bei Morbus Crohn alle Abschnitte des Gastrointestinaltrakts betroffen sein können, ist bei Colitis ulcerosa ausschließlich der Dickdarm befallen. Die durch die Krankheit im Dickdarm verursachten Entzündungen können rektale Blutungen, blutigen Durchfall, Bauchkrämpfe sowie starke Schmerzen verursachen. ABX464 wird derzeit als mögliche Behandlungsoption für Colitis ulcerosa, deren genaue Ursache nach wie vor unbekannt ist, getestet. Als mögliche Ursachen werden eine Fehlfunktion des Immunsystems sowie genetische Faktoren diskutiert. Colitis ulcerosa kann den Patienten stark schwächen und zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Obwohl sich die Behandlung von Colitis ulcerosa in den letzten Jahren signifikant verbessert hat, gibt es immer noch keine Heilung und somit einen nach wie vor erheblichen medizinischen Bedarf.

ABX464 in rheumatoider Arthritis

Abivax hat ABX464 aus seiner chemischen Bibliothek mit über 2.200 niedermolekularen Substanzen, die das Potential haben, den Prozess des RNA-Spleißens zu modulieren, entwickelt. Das Spleißen der viralen RNA durch ABX464 vermittelt eine starke entzündungshemmende Wirkung.

Zudem generierte Abivax hervorragende Ergebnisse in einer klinischen Phase-2a-Studie, welche auf Basis vielversprechender präklinischer Daten in einem Kollagen-induzierten Arthritis-Tiermodell initiiert wurde.

Wie wirkt ABX464 bei Entzündungen:

Die entzündungshemmende Wirkung von ABX464 wird durch eine molekulare Kaskade, die durch die Bindung von ABX464 an eine bestimmte Region der mRNA oder an ein virales RNA-Molekül in den Zellen, den sogenannten Cap-Binding-Komplex (Cap-Binding-Complex, CBC) hervorgerufen. Diese Bindung verursacht das verstärkte Spleißen eines langen, nicht-kodierenden RNA-Moleküls, was zur Überexpression einer speziellen Form von Mikro-RNA, miR-124, führt. miR-124 löst eine Kaskade aufeinanderfolgender Reaktionen aus, von der angenommen wird, dass sie den in präklinischen Modellen beobachteten entzündungshemmenden Effekt bewirkt.

ABX196 zur Behandlung von Krebs:

Abivax entwickelt ABX196, einen Immunverstärker, als Kombinationstherapie mit einem Checkpoint Inhibitor zur Behandlung des hepatozellulären Karzinoms („Hepato-Cellular Cancer“, HCC), die häufigste Form von primärem Leberkrebs. Die Technologie des Unternehmens konzentriert sich auf invariante natürliche Killer-T-Zellen (iNKT), um Tumore zu bekämpfen.

Nutzung des Immunsystems zur Behandlung von Krebs:

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die häufigste Form (75-90%) des primären Leberkrebs bei Erwachsenen. Es tritt typischerweise als Folge von chronischen Leberentzündungen und/oder Zirrhose auf und ist eng mit chronischen Virusinfektionen wie Hepatitis B oder C, Toxinen wie z.B. Alkohol und bestimmten Krankheiten wie nichtalkoholischer Steatohepatitis (NASH) verbunden. Bedingt durch Hepatitis B und C Infektionen sowie durch NASH steigt die Inzidenz von HCC und damit die Anzahl der resultierenden Todesfälle in den USA sowie weltweit an. Prävalenzdaten aus dem Jahr 2018 zeigen, dass es in den USA und den G5-Ländern in Europa (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien) insgesamt rund 79.000 Fälle von HCC gibt, von denen 67.000 neue Fälle sind. Weltweit wurden im Jahr 2018 insgesamt 841.000 neue Fälle von HCC registriert (Rang 6 aller Krebserkrankungen), und 782.000 Patienten verstarben an der Erkrankung (Rang 4 in der Sterberate). Die American Cancer Society berichtet für 2018 in den USA eine 5-Jahres Überlebensrate von 31% bei lokalem HCC, 11% bei regional ausgebreitetem HCC und 2% bei metastasiertem HCC, was den großen Bedarf an verbesserten Therapien unterstreicht. Der Umsatz mit Arzneimitteln zur Behandlung von HCC (USA, G5 Europa und Japan) lag im Jahr 2018 mit USD 616 Mio. 20% über dem Wert von 2017 (USD 513 Mio.).

Quelle: GlobalData

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